Redaktion
Hallo, wir sind’s. Die freundlichen Damen und Herren vom Empörungsmagazin. Wir wollen uns an dieser Stelle kurz vorstellen, damit Ihr uns böse angucken könnt, wenn wir uns mal zufällig begegnen sollten.
Khesrau Behroz
echauffiert sich über alles, was den Weltfrieden bedroht. Er wäre gerne Mister Universe, denn dann könnte er tatsächlich etwas gegen Ungerechtigkeit und Hungersnot tun. Weil er aus Afghanistan kommt und damit laut eigenen Aussagen “voll viele Nahtoderfahrungen” sammeln konnte, ist er der Integrations-Beauftragte beim Echauffier und Quoten-Ausländer.
Wenn er gerade mal keine Schraube locker hat, schreibt er schöne Gedichte und bespielt nationale Poetry-Slam-Bühnen. Nebenbei studiert er an der Universität Erfurt Kommunikationswissenschaft (Singular) und Literaturwissenschaften (Plural). Khesrau schreibt gerne feuilletonistisch und findet, dass das schönste Wort, das etwas benennt, was es nicht gibt, “Objektivität” ist.
Bevor er mit seinen Mitmenschen spricht, bitte er sie, mit ihm zu schweigen. In dem kurzen Moment der Stille denkt er dann gerne an Ungerechtigkeiten und Hungersnot und wie er sie bekämpfen kann. Er hat ganz offensichtlich nicht mal einen Schrank, in dem die Tassen fehlen könnten.
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Fabian Raith
echauffiert sich über Anti- Amerikanismus, Hippietum und Biodeutsche. Aufgrund seiner ursprünglich bayerischen Heimat konnte er allerlei Traditionen und Werte in die Redaktion einbringen, welche auf den ersten Blick reaktionär anmuten und es erst auf den zweiten Blick auch sind.
Als er beim traditionellen Gamsbart rasieren durch einen Zusammenstoß mit einem Alphorn beinahe sein Gehör verloren hatte, suchte er sich ein neues Hobby. Seitdem zwingt er Leuten immer wieder als „DJ“ seinen Musikgeschmack auf. Bereits mit sechs Jahren gründete er einen eigenen Streichelzoo, in dem er äußerst aggressive Meerschweinchen ausstellte. Da er aber sehr schnell mit der Buchführung überfordert war, entschloss er sich doch erstmal lesen und schreiben zu lernen.
Seit seiner Abstimmung mit den Füßen in Richtung Erfurt studiert er dort Sozialwissenschaften und Literatur und hört gern Vorträge zu Themen wie „Jeden Tag ein neues Blatt- Die Laubstichsäge als Rettung?“.
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Sören Musyal
echauffiert sich über alles, was die Ruhe des Alltags erschüttert oder gar mutwillig zu zerstören vermag. Es läge also nahe, dass er den ganzen Tag damit verbringt, sich aufzuregen, umher zu keifen und Menschen mit pädagogisch wertvollen Vorträgen zu nerven, um sie ihren verqueren Weltbildern zu entreißen.
In Wahrheit jedoch beschränkt er diese Tätigkeit auf seinen Großvater, da dieser als unverbesserlicher BILD-Leser ein leichtes Opfer zu sein scheint. Wie er jedoch lernen musste, ist ein alter Mann aus Mecklenburg kein Stück Knete, das er beliebig umformen kann. Die Folge dieses sinnlosen Unterfangens ist seither das designierte Wüten gegen die BILD und ihre Hausthemen (HARTZ IV- Empfänger- Bashing, Ausländerhetze, Alice Schwarzer-Beschäftigungstherapien etc.)
Manchmal aber schafft er es, sich zu besinnen. Dann geht er wohlgelaunt in die Universität, um leckeres Mensaessen von der Nudeltheke zu genießen und seiner akademischen Laufbahn als Fachidiot zu träumen. Wenn er König von Deutschland wäre, würde er als erstes lieber König von einem anderen Land sein. Bazinga!
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Patrick Stegemann
echauffiert sich über die viele unnötige Empörung, die zu spät kommenden Bahnen, jungen Menschen, MigrantInnen usw. zuteil wird. Hey! Echauffiert euch! Aber richtig!
Viele seiner Mitmenschen sagen, Patrick empöre sich zu häufig über unnötige Dinge, seine aufbrausende Ader tue dabei ihr Übriges, eine entspannte sonntägliche Zeitungslektüre mit ihm, dem Meckerer, sei schlicht unmöglich ohne dass er aufbrausend seinen Kaffee vergießt oder Brötchen mit der Marmeladenseite nach unten fallen lässt.
Doch auch Choleriker machen mal Pause, trinken Tee, lachen, reden über Fußball oder hören laute Musik. Das alles freilich führt zwangsläufig wieder zu massenhaft echauffierenswerten Dingen. Es ist ein unsäglicher Kreislauf, der allerdings viele kleine und große Freuden bereithält.
Überhaupt: Freude und Empörung gehen zumeist Hand in Hand- eine freundliche, unverbindliche Liaison. Ähnlich verhält es sich mit seinem Studium der Sozialwissenschaften und Kommunikationswissenschaft an der Universität Erfurt.
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Paul-Ruben Mundthal
echauffiert sich über Leute, die sich über Schnee echauffieren, seinen Nachbarn und über Studenten. Wenn er KW-Student wäre, würde er jeglichen außeruniversitären KW-Gesprächsstoff abschaffen, ist er aber eben nicht. Weiterhin kann er Bürokratie, Bafög-Ämter und die Universitätskommunikation seiner Uni nicht leiden.
Für den ersten Echauffier hat Paul sich drei Tage neben dem Workcamp einen Fotostudio-Palast gebaut und dort Fernseher, Radiowecker, Zeitungen und seine und andere Hände mit grüner Farbe verfärbt und dies dann fotografiert. Es gab zwei Verletzte.
In Berlin würde er nicht wohnen wollen, weil er nach einer Woche immer so zerstreut ist, dass er erstmal wieder zurück nach Erfurt muss, um sich im Kleinen zu sammeln.
Wenn er nicht gerade Dittsches Weltideen von Eiswasserkamelen und unterirdischen Ölpipelines aus der Schweiz nach Katar mit Patrick seziert, studiert er Medienkunst an der Bauhaus-Universität.
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1 Kommentar
Geht kacken! – Eine Empörung | BatzLog - Noch etwas Salz? says:
Mrz 29, 2011
[...] “Echauffier – Das Magazin für Empörung”, welches vom geschätzten Ex-Kollegen Khesrau mit herausgegeben wird. Für die im Januar erschienene erste Ausgabe bat er mich einen Text [...]